leichtglaubig, leichtgläubig adj. u. adv
Fundstelle: Lfg. 4 (1879), Bd. VI (1885), Sp. 646, Z. 14
credulus; seit dem 16. jahrh. verbreitet (früher diente für den begriff das einfache glaubig mit: credulus gleubig, glaubig Dief. 156ᵃ); die umgelautete und die unumgelautete form sind bis ins 18. jahrh. gleich häufig (bei Göthe gehen sie neben einander, s. unten) heute wird nur die umgelautete gesetzt: credulus leichtglaubig, der gern glaubt Dasyp.; leichtglöubig, der gern glaubt, credulus Maaler 270ᵇ; leicht- oder gernglaubig, leichtglaubiger, credulus, temere credens Stieler 665; leichtgläubig, credulus Steinbach 1, 599; leichtglaubig Frisch 1, 601ᵇ; die gute allzubarmherzig oder zu leichtglaubig gewesene jungfrau. Simpl. 4, 77 Kurz; still, still, sagte die mutter, so musz man die leichtgläubige aufzähmen. Jucundiss. 82; hören sie denn nicht, dasz alles erdichtet ist? leichtgläubiger ritter! Lessing 1, 598; die tagdiebe, die söffer, die faullenzer ... lügen den neugierigen und leichtgläubigen was vor. Göthe 8, 207; leichtglaubige thoren. 20, 265 (W. Meister 8, 9, auch in der ausg. von 1796); in deinem alter kennt man das opfer nicht, das man sich leichtgläubig auflegt. Gotter 3, 33;
allein mit der heirath — du nahmest im ernste mein scherzen.
leichtgläubig, man sieht es, und thöricht sind liebende herzen.
Uhland ged. 239.
mit dem dativ der sache an die leicht geglaubt wird:
leichtgläubig allem was ihr neu
und unbegreiflich schien.
Wieland 9, 285.
leichtglaubig, leichtgläubig adj. u. adv
Fundstelle: Lfg. 4 (1879), Bd. VI (1885), Sp. 646, Z. 14
credulus; seit dem 16. jahrh. verbreitet (früher diente für den begriff das einfache glaubig mit: credulus gleubig, glaubig Dief. 156ᵃ); die umgelautete und die unumgelautete form sind bis ins 18. jahrh. gleich häufig (bei Göthe gehen sie neben einander, s. unten) heute wird nur die umgelautete gesetzt: credulus leichtglaubig, der gern glaubt Dasyp.; leichtglöubig, der gern glaubt, credulus Maaler 270ᵇ; leicht- oder gernglaubig, leichtglaubiger, credulus, temere credens Stieler 665; leichtgläubig, credulus Steinbach 1, 599; leichtglaubig Frisch 1, 601ᵇ; die gute allzubarmherzig oder zu leichtglaubig gewesene jungfrau. Simpl. 4, 77 Kurz; still, still, sagte die mutter, so musz man die leichtgläubige aufzähmen. Jucundiss. 82; hören sie denn nicht, dasz alles erdichtet ist? leichtgläubiger ritter! Lessing 1, 598; die tagdiebe, die söffer, die faullenzer ... lügen den neugierigen und leichtgläubigen was vor. Göthe 8, 207; leichtglaubige thoren. 20, 265 (W. Meister 8, 9, auch in der ausg. von 1796); in deinem alter kennt man das opfer nicht, das man sich leichtgläubig auflegt. Gotter 3, 33;
allein mit der heirath — du nahmest im ernste mein scherzen.
leichtgläubig, man sieht es, und thöricht sind liebende herzen.
Uhland ged. 239.
mit dem dativ der sache an die leicht geglaubt wird:
leichtgläubig allem was ihr neu
und unbegreiflich schien.
Wieland 9, 285.
Zitationshilfe
„leichtglaubig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/leichtglaubig>, abgerufen am 22.05.2019.

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