Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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lichtreich, n.

lichtreich, n.:
(die vögel schwangen am morgen) sich in die luft empor,
um aus der dunklen nacht, so sie bisher befangen,
noch schneller, als die erd, ins licht-reich zu gelangen.
Brockes 1, 183;
vom beginn an, als noch strom,
und meer nicht, nicht thal war, und gebirge,
noch staub nicht zu des lichtreichs herrlichkeit
gott schuf!
Klopstock 6, 228;
durch feirende, lautpreisende psalmchöre des sternheers bebt
mein gebet auf zu dem thron desz, der im lichtreich herrscht!
260;
hienieden webt ein schattenreich,
das lichtreich folget nach.
Herder z. litt. 3, 186;
doch der unsterbliche sank auf die knie, und sah zu dem lichtreich
flehenden blickes empor.
Pyrker Tunis. 1, 213.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 889, Z. 69.

lichtreich, adj.

lichtreich, adj.:
diese menschen hant gar vil groser wunderlicher liehtricher gnoden von gotte unpfangen. Merswin 106;
dan seiner händen werk ist das liechtreich gezelt,
das alle welt
(verwechselnd tag und nacht) verdunklet und erleuchtet.
Weckherlin 74;
o schöne stern, der nacht lichtreicher pracht.
497.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 890, Z. 6.

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Zitationshilfe
„lichtreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lichtreich>, abgerufen am 07.08.2020.

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