Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lichtstrahl, m.

lichtstrahl, m.
lucis radius, lichtstral Stieler 2186: wenn ich durch ein brennglas mehrere lichtstrahlen auf ein schwarzes tuch versammelte. Göthe 53, 258; damit (mit der ungleichmäszigen helle) hat er (der mond) die gelehrten lange zeit vexirt, und ihnen weisz gemacht, die helleren theile seien land, von welchem die lichtstrahlen wieder zurückprellen, und die dunkleren seien wasser, welches die lichtstrahlen verschluckt. Hebel 3, 166;
ein lichtstrahl durch die ritze gleitet.
A. v. Droste-Hülshoff ged. (1873) 316.
bildlich: man versetze die seele in den zustand des physischen schmerzes. das war der erste stosz, der erste lichtstrahl in die schlummernacht der kräfte. Schiller 690ᵃ;
hast du noch muth genug, mit einem verwegenen fluge
durch unabsehbares dunkel zu wallen, wo niemand dich leitet?
wo auf deinem pfade der kleinste lichtstral nicht schimmert.
Zachariä tageszeiten (1757) 131;
wag nie, die alte nebeldecke
der bunten und der schwarzen röcke,
aus welcher bann und lange flüche rauchen,
mit Phöbus lichtstrahl anzuhauchen.
Seume ged. 83.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 892, Z. 67.

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lichterdampf linksgang
Zitationshilfe
„lichtstrahl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lichtstrahl>, abgerufen am 12.08.2020.

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