Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebenswerth, adj.

liebenswerth, adj.
des liebens wert, wert geliebt zu werden: liebenswerther Solande. polit. stockf. 72; ich fand sie verständig, liebenswerth, haushälterisch. Göthe 30, 237; ich finde ihn so liebenswerth und gut. Arnim Halle u. Jerus. 201;
ich gesteh ohn alle sünde:
dein gesicht ist liebenswerth.
Günther 274;
sie fand nunmehr nach einem halben jahre
den gatten noch so liebenswerth,
als an dem tag, da er, gefragt vor dem altare,
ihr durch ein seufzend ja! sein zärtlich herz erklärt.
Gellert 1, 181;
(nun soll ich) mir den gatten wünschen, eh ein mann
sich liebenswerth und meiner werth gezeigt.
Göthe 9, 345;
zart oder tapfer, hast du stets gewuszt
sie (die frauen) liebenswerth und edel vorzustellen.
146;
ein so edler prinz,
so liebeathmend und so liebenswerth.
Schiller Turandot 3, 2;
Marie ist so gut, so schön, so liebenswerth.
Körner d. grüne domino, 2. auftr.;
wie erscheinst
du mir im augenblicke der gefahr,
die hülfsbedürftige, so liebenswerth!
Platen 224;
adverbial, und mehr im verblaszten sinne, fast wie anmutig:
die Indianerinn war liebenswerth gebaut.
Gellert 1, 24;
verstellung irrt um deine stirn so liebenswert.
Platen 78.
vergl. liebewerth und liebwerth.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 940, Z. 23.

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Zitationshilfe
„liebenswerth“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebenswerth>, abgerufen am 14.08.2020.

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