Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebesband, n.

liebesband, n.:
die sich nach dem angesicht
niemals hiebevor gekannt, ..
derer herzen, derer hand
knüpft gott in ein liebesband.
Gerhard 304, 12 Gödeke;
dir dankt ein häuslich liebesband.
Uz 1, 225;
drum höre auf, in thränen dich zu baden
um das zerriszne liebesband.
Schiller zerstörung von Troja 131;
hier lieg, unseliger! verführt
zu schwer gelöstem liebesbande!
Göthe 41, 92;
plur. liebesbande:
mein trautel hält mich für und für
in festen liebesbanden.
Bürger 29ᵇ;
(ich) fand selbst schmerzen mir als liebesbande,
als bande ans herz,
väterlich bereitet.
Herder zur litt. 3, 115;
im vaterlande
schreibe was dir gefällt:
da sind liebesbande,
da ist deine welt.
Göthe 2, 257;
musz sie im tod mit liebesbanden mich umstricken?
Schiller M. Stuart 5, 10;
(dasz der könig) während dasz wir für sein leben zittern,
sich still vergnügt in neuen liebesbanden.
Phädra 1, 1;
wenn sie vielleicht im alten vaterlande
zu flechten denkt erneute liebesbande.
Platen 239.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 942, Z. 63.

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Zitationshilfe
„liebesband“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebesband>, abgerufen am 11.08.2020.

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