Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebesgott, m.

liebesgott, m.
Amor, Cupido. Stieler 686; ich will dich heraus putzen, du sollst mir in Wien wie ein kleiner liebesgott auftreten. Klinger 1, 429;
Diora, hüte dich, dasz nicht zuletzt
der liebesgott für dich die pfeile schärft.
Platen 198;
von einem schön gebauten knaben:
und sieht das holde weib, mit einem liebesgotte
an ihrer brust.
Wieland 23, 116 (Oberon 8, 79);
plur. liebesgötter: ein junges kind schön, wie man die liebesgötter mahlt. Geszner 1789 2, 159; liebesgötter bringen ihr (der Venus) erstlingsäpfel zum geschenk. Göthe 39, 25; von einem goldenen netze, in dessen maschen listige liebesgötter gaukeln. Arnim kronenw. 1, 108; wie von einem schwarm liebesgötter umschwebt zu werden. Freytag ahnen 5, 267;
die liebesgötter wallen
zu meinem herzen, wie zu allen,
durchs auge lieber, als durchs ohr.
Bürger 92ᵃ;
die sterne sind vielleicht nur goldne pfühle,
worauf ihr haupt die liebesgötter legen.
Platen 204.
verschieden ist liebegott, s. d.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 948, Z. 1.

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Zitationshilfe
„liebesgott“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebesgott>, abgerufen am 04.08.2020.

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