Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebespein, f.

liebespein, f.;
auch hab ich nicht zu klagen
über die hände mein,
so oft sichs zugetragen,
dasz sie mein liebespein
durch lieb und liebeszeichen
mit gutr gelegenheit
kunnten ein herz erweichen,
han sies gethan allzeit.
Hoffmann gesellschaftslied. 4 (von 1610);
ist schon dein roter mund den edlen rosen gleiche,
wird er sich andere zu küssen unterfangen,
so wüntsch ich dasz er doch dir also mehr verbleiche,
als mir durch liebespein sind worden meine wangen.
Opitz 2, 235;
sprach viel von seiner liebespein.
Hölty 31 Halm;
wohl mancher wär in liebespein
nach schäferart gestorben.
Bürger 16ᵇ;
ergreif mein herz, du süsze liebespein,
die du vom thau der hoffnung schmachtend lebst.
Göthe 12, 139.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 952, Z. 63.

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Zitationshilfe
„liebespein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebespein>, abgerufen am 15.08.2020.

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