Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebeszeichen, n.

liebeszeichen, n.:
es ist ein wahres libeszeichen, wann ein freund den andern, der lange nicht gesriben, in verdacht hält (als ob er kalt geworden sei). Butschky kanzl. 64;
durch lieb und liebeszeichen.
Hoffmann gesellschaftslieder s. 4 (von 1610);
hätt ihm zum liebeszeichen
die augen zugedrückt.
Opitz 2, 117;
du giebst mir itzt das gröszte liebeszeichen,
mein bester freund!
Hagedorn 2, 177;
den möcht ich wissen, der der treuste mir
von allen ist, die dieses lager einschlieszt.
gib mir ein zeichen, schicksal! dér solls sein
der an dem nächsten morgen mir zuerst
entgegen kommt mit einem liebeszeichen.
Schiller Wallensteins tod 2, 3;
Phädra. Theseus, halt!
entweihe nicht die zärtlichen gefühle.
nicht mehr verdien ich diese liebeszeichen (eine umarmung).
Phädra 3, 4;
nicht das kleinste liebeszeichen gabst du mir.
Platen 85;
diesem späherdienst hingegen fühl ich
mich gewachsen, als ein liebeszeichen
fodr ich ihn von deiner huld, geliebter (bruder)!
324;
dieses machte den guten herrn so kirre, dasz er sich vornahme bei einer jeden umb die euszerste liebeszeichen anzuhalten. das teutsche gespenst (1684) s. 153.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 959, Z. 38.

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Zitationshilfe
„liebeszeichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebeszeichen>, abgerufen am 06.08.2020.

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