Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebhaberei, f.

liebhaberei, f.
vorliebe für etwas, neigung in bezug auf andauernde beschäftigung mit einem gegenstande, einer kunst, wissenschaft u. ähnl. (vgl. liebhaber 4 u. 5): ihr habt aber wahrscheinlich noch besondere liebhabereien. Göthe 14, 84; darauf beruht bisher meine liebe zur natur, meine liebhaberei zur kunst. 16, 210; ihre liebhaberei zum schauspiele. 18, 30; die liebhaberei zu bunten farben. 28, 269; dasz er nur für eine gewisse art von kunstwerken eine entschiedne liebhaberei habe. 38, 60; er hatte eine liebhaberei zu solchen kunstwerken gewonnen. 74; beschäftigungen, neigungen, liebhabereien, steckenpferde, alles probiren wir durch. 48, 10; von dem höllenfeuer loszukommen, das der kanzler aus liebhaberei an teufeleien anschüre. Arnim nov. 3, 9; aus unfruchtbarer historischer liebhaberei an einer für uns abgestorbenen vergangenheit. Savignv kl. schr. 4, 197; ein mädchen, das rosen und andere blumen herumtrug, bot ihm ihren korb dar, und er kaufte sich einen schönen strausz, den er mit liebhaberei anders band. Göthe 18, 141 (mit dem geschmacke, den ein liebhaber von blumen für das ordnen eines strauszes fordert).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 963, Z. 39.

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Zitationshilfe
„liebhaberei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebhaberei>, abgerufen am 13.08.2020.

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