Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebhaberin, f.

liebhaberin, f.
amatrix. voc. v. 1482 bei Lexer 1, 1912; nach liebhaber 2; eczliche brachten yre liebhaberinne, yre bulen. altd. blätter 1, 151; o jhr unbarmherzigen götter, jr habt mich beraubet meiner lieblichen küsz und freundlichen umbfahung meiner liebhaberin. b. d. liebe 185ᵈ; es hätten meines liebsten eltern erfahren, dasz ihr herr sohn eine liebhabern heimlich enthielte. Simpl. 3, 66 Kurz; ich fühle, dasz meine liebe zu dir nicht eigennützig ist, nicht die leidenschaft einer liebhaberin, die alles dahingäbe, den erflehten gegenstand zu besitzen. Göthe 10, 187; Charlotte war eine von den frauen, die von natur mäszig, im ehestande, ohne vorsatz und anstrengung, die art und weise der liebhaberinnen fortführen. 17, 130;
ich wil gen eilent in den garten,
heimlich meinr liebhaberin warten,
der mein herz inbrünstig begert
für all ding in himel und erdt.
H. Sachs 4, 2, 9ᵈ;
nach liebhaber 3: doch übernahm gewöhnlich Laertes die liebhaber, die beiden jungen frauenzimmer theilten sich in die naiven und zärtlichen liebhaberinnen. 18, 249; nach liebhaber 4: di liebheberinne der demutikeit und di uberinne der barmherzikeit, di liebe sente Elyzabeth. Ködiz 36, 9.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 963, Z. 61.

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Zitationshilfe
„liebhaberin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebhaberin>, abgerufen am 13.08.2020.

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