Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liebung, f.

liebung, f.
1)
das lieben, die liebe: liebung, dilectio, amor. voc. inc. theut. n 1ᵃ; ich ... danksag dir, allerliebhabendster sun, der vaterlichen liebung. herzmaner 159ᵃ.
2)
in nürnbergischen quellen verehrung, geschenk, gabe: und dem hausknecht und seinem gewalt sol ... über zwai viertel wein zu erung oder liebung nit gegeben werden. Nürnberg. pol.-ordn. 81; das er ... uber solichen gesatzten werd einich ubermasz, schenk, erung, liebung, milt oder gabe von yemandt vorderte. 227; (meine hausfrau) die im dann zu dem newen jar auch etwas schenket als ein hemde oder dergleichen zu liebung. Tucher baumeisterb. 244, 30; das man denselben meister solche schenkung oder liebung hinfur nit mer schuldig sein noch geben soll. 277, 21; so hat man iedem spieʒ (söldner) in di hant geschankt ze libüng 10 guld. d. städtechr. 1, 172, 26 (als geschenk bei der werbung, handgeld); und man hat herr Jobsen Tetzel ausz bevelhnus der elteren herren zuͦ dem gemeinen reitgelt verert und zuͦ liebung geben 50 pfd. newer haller. 10, 399, 2;
fraw nembt zu liebung diesen ring.
H. Sachs 3, 3, 41ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 980, Z. 31.

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Zitationshilfe
„liebung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liebung>, abgerufen am 08.08.2020.

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