Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liedel, n.

liedel, n.
oberdeutsche koseform zu lied, bair. liedl Schm. 1, 1443 Fromm.; mhd.
wiʒʒet daʒ ich noch ein niuweʒ liedel von in tihte.
Neidhart 67, 6;
lied, carmen, cantilena, vulg. liedel. voc. inc. theut. n 1ᵃ; in traulicher rede auch in der modernen schriftsprache verwendet:
eur batzen soll euch nicht,
geehrte herrn, gereuen.
mein liedel soll euch freuen.
Bürger 21ᵃ;
ergreife du die fiedel,
du lustger spielmann du,
von meinem schatz das liedel
das singe ich dazu.
E. Geibel 'der mai ist gekommen'.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 985, Z. 71.

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Zitationshilfe
„liedel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liedel>, abgerufen am 13.08.2020.

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