Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

liedweich, adj.

liedweich, adj.
gelenkig, biegsam, nicht spröde, weich: ahd. lidoweih, lidaweih, mhd. lideweich, lidweich: lentus, zart, weich, lidweich, zaͤch, zaͤhe Dasyp.; eine glatte, glimpfige und lidtweiche haut. Thurneiszer beschreib. influentischer wirkungen (1578) s. 7; dasz das tuch bei faulem, dunkelm und nassem wetter blüter (mürber), lidweicher und lampender oder linder werde. von wassern (1612) 225; dieser meerstern hat lange runde, lidweiche streimen, als mäuszschwenz. Forer fischb. 152ᵃ; do waren die pauren gegenwurtig, deren ieder ain lidwaichen tremmel in der handt, darmit erschwungen sie dem edelman die kutten. Zimm. chron. 2, 187, 37; do erwuscht er ein gueten, lidwaichen stecken, damit bert er der streitigen bestia den kopf. 4, 77, 33; in Appenzell ledwäch, lidwâch biegsam, geschmeidig Tobler 296ᵇ; bair. lidwaich, glidwaich, geschmeidig, gelenkig, nicht steif Schm. 2, 833 Fromm. s.gliedweich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 995, Z. 36.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
lichterdampf linksgang
Zitationshilfe
„liedweich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/liedweich>, abgerufen am 11.08.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)