Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

limbel, limmel, m.

limbel, limmel, m.
kleiner streif leder oder pergament; schuhfleck, aus lat. limbulus; ahd. limbal, limbil: fone demo limble so beginnit ter hunt leder eʒʒen. Notker bei Hattemer 3, 359ᵃ; später limbel und limmel: pictacium lymmel, limbel o. schoch o. abschrot von pergamen Dief. 433ᵇ; pitaciolum blecz, limbel nov. gloss. 291ᵃ; zu wissen sei hiermit, nach dem ich Matthis Hermann der furstlichen stift secretarius nicht gehort habe, das die zwen böckhin oder cordewonische schue, wie auch die vier limmel und die zwo solen von keinem meier iemals gefordert, .. als habe zu erhaltung des dinghofrechtes durch die hern huber ein spruch ergehen lassen, .. das ein jeder kunftiger hueber dem meier vorbesagt par schue gleich bei ablegung seines eids erlegen solle, .. und der viehmagd vor die bemelte solen und limmel einen schilling. weisth. 1, 675 (Unterelsasz); er sol jm (dem meier) ouch geben .. zwo solen und dem weibel vier linbel. 4, 142 (Elsasz, 14. jahrh.); da was im ein lymmel, ein bletz ah einem schuh oder ab den solen, was es den was, gefallen, und kam zu demselben aman und wolt den lymel widerumb lassen aufsetzen. Keisersb. evangelia 1517 73ᵃ; was sint aber die selbigen bletzen und lymmel, do mit man sie (die alten schuhe) also bletzen muͦsz. bilg. 95ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1026, Z. 40.

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Zitationshilfe
„limmel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/limmel>, abgerufen am 06.08.2020.

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