Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

lindensaft, m.

lindensaft, m.
saft, der aus der linde flieszt, wenn man sie im frühjahre anbohrt; als steintreibendes und blutreinigendes mittel angeführt öcon. lex. 1442. bildlich, im wortspiele mit dem adj. lind, aber im gegensatze zur eiche (vergl. ähnliches unter dem adj. linden):
ich bin gar oft gerennet an,
wile ich disz schiff gezimberet han,
ich soll es doch ein wenig färben
und nit mit eichen rinden gärben,
sunder mit linden saft ouch schmieren
und etlich ding etwas glossieren.
Brant narrensch. 104, 54.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1034, Z. 77.

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Zitationshilfe
„lindensaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lindensaft>, abgerufen am 12.08.2020.

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