Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

linkisch, adj. und adv.

linkisch, adj. und adv.
an linker stelle, in linker art: sinister linkesch Dief. 537ᵃ, und geschwächt auch linkes, linkisz, links ebenda, wodurch zusammenfallen der form mit dem adv. links nachher; linkisch, sinister, der linksch ist, qui sinistra manu rectius utitur, der linksch und rechtsch zugleich ist, ambidexter, aequimanus Steinbach 1, 1057; alle die, welche linkisch, oder link und recht waren. Lohenstein 1, 37ᵇ, vgl. die stelle ausführlicher unter link 3; (das kind welches auf die linke seite gelegt wird) wird und bleibet .. sein lebtage linkisch. rockenphilosophie, 2. hundert, no. 45; in der neueren sprache gewöhnlich übertragen gebraucht, nach link 7: linkisch, fraudulentus, dolosus, infidus, fallaciter, malitiose Stieler 1164; nach link 9 und 10: ein linkisches benehmen; das linkische auftreten des jungen mannes; er benahm sich äuszerst linkisch; den göttlichen Plato, der ihn auf eine etwas linkische art zu seiner filosofie bekehren wollte. Wieland 36, 369; ich nahm mich von meiner seite zusammen, um vor ihnen nicht linkisch und lächerlich zu erscheinen. Göthe 25, 276; (leute) die sich gleich linkisch im guten, wie im bösen benehmen. 36, 123; ihre haltung und bewegung war nicht so plump und linkisch, wie die jener blonden männer in schlafpelzröcken. Wagner Kaukasus (1850) 1, 177.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1049, Z. 38.

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Zitationshilfe
„linkisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/linkisch>, abgerufen am 06.08.2020.

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