Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

linktatz, m.

linktatz, m.
im spott von einem der links ist. Frisch 1, 616ᶜ:
wenn ihr nichts klügers könnt,
als euern sohn zum linktaz machen.
Pfeffel 2, 115 (der neue mentor);
ein weithin verbreitetes wort, in welchem der zweite compositionstheil (tatze verächtlich für hand) auch verändert oder durch einen andern gleichbedeutenden ersetzt ist: alemann. linkitatz Stalder 2, 174; lingitusz, der beid hend gleichferig braucht, ambidexter Maaler 273ᵈ; e lingge dopi, wer mit der linken hand iszt, wessen linke hand geschickter ist Seiler 191ᵇ; bair. der oder die linkewatsch Schm. 1, 1494 Fromm.; am Rhein linkstôtsch, schles. linktôtsch (Weinhold 54ᵃ), sonst in der Wetterau, dem hennebergisch-fränkischen, Düringen, Obersachsen der linktatsch, die linktatsche; als düringisch der linktatsche, sonst der linktatze Stieler 1164; böhm. linktatsch Fromm. 5, 469.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1051, Z. 47.

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linkseitig lumpenmann
Zitationshilfe
„linktatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/linktatz>.

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