Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lipp, lippe, f. oder n.

lipp, lippe, f. oder n.
gerinnsel, dasselbe was lab sp. 3, vergl. auch käselipp theil 5, 254. das wort gehört aber nicht zu lab, sondern steht für lüpp, lüppe, s. d. es bedeutet das gerinnsel zum scheiden der milch: renne, lippe, coagulum. Dasyp.; lipp, coagulum. prompt. v. 1618 bei Schm. 1, 1497 Fromm.; nimb pfefferkümmel ein loth, lippen oder gerinsel von einem ziegenböcklein III loth. Tabernaem. 772; gerinsel oder lip. 278; die best renn oder lipp zu den käsen kumpt von den jungen geislin. Herr feldbau 153ᵃ; man lipt oder rennt die milch mit lamms- oder geisz- oder hasenlippe. Sebiz feldb. 100 (vergl. dazu hasenluppe theil 4², 539).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1054, Z. 18.

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Zitationshilfe
„lipp“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lipp>.

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