Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lirumlarum, lirumlarum, interj.auch als subst., n. gebraucht

lirumlarum, interj.auch als subst. n. gebraucht:
gabet noch wol die beste verehrung eim liederlichen leyermann und sackpfeifsnarren, der sein lirum larum liesz knarren.
Phil. Lugd. 3, 225,
nach einer stelle der Froschmäuseler, wo die form lirum lerum lautet:
und gabt noch wol die beste beut
ein lästerlichen sackpfeifsnarren,
der sein lyrum, lerum liesz knarren.
E vᵃ (1, 1, 6);
vergl. die nachahmenden lyrumlarumleiermätze. Bürger 353ᵇ. als kehrreim in gassenhauern:
lirum larum löffelstiel!;
köster, mine mann es doot,
lirum larum leier!
darover is mine reu so groot,
lirum larum leier!
lirum larum lach ha! ha!
lirum larum valladera
lirum larum leier!
Firmenich 1, 388 (aus Xanten);
vgl. auch trallyrum larum leyer unter leier sp. 684. als zurückweisende interjection, wie larifari (sp. 202), im sinne von dummes zeug, unsinn oder ähnl.: lirum larum! in der osterwoche thun sie busze, so sind sie wieder eben so ehrlich wie zuvor. Kotzebue dram. sp. 2, 51; Polon. die schauspieler sind hergekommen, gnädiger herr. Hamlet. lirum, larum! (engl. buz, buz!) Schaksp. Haml. 2, 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1061, Z. 17.

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Zitationshilfe
„lirumlarum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lirumlarum>.

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