Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

listigkeit, f.

listigkeit f
das listigsein, das schlaue wesen: calliditas listicheit Dief. 90ᶜ; listigkeit, astutia, versutia. voc. inc. theut. n 1ᵇ; listigkeit, panurgia, astutia, versutia, vafrities, vaframentum, ars. Dasypod.; do daʒ meister Clingesor sach unde on alle sin listekeit nicht enhalf, do ging her mit groʒen schandin von danne. Ködiz 12, 25; denn die frömichen (frömmlinge, scheinheiligen) sind mit allzugrober listigkeit gefaszt. Luther 1, 55ᵇ; er fehet die weisen in jrer listigkeit, und störzt der verkereten rat. Hiob 5, 13; die listigkeit, geschwinde, oder subtyligkeit ze disputieren, aculeus disputandi Maaler 274ᵃ; das einer in einem offenen krieg seinen feind mit heimlicher listigkeit wol möchte betriegen. Zinkgref apophth. 1, 353; wann unter wenigeren, aber bekanter treu, das ampt der advocaten wäre, würden so viel köpf, welche mit schädlicher listigkeit sich verderben, mit besserem studieren ihr vaterland zieren. Schuppius 769;
'hor, paur, und beschaid mich,
wer hat her ein gelassen dich?' (sagt des königs rath).
das hat die listigkeit getan.
gerechtigkeit het es lassen an stan (antwortet Markolf).
fastn. sp. 524, 2;
umb grosze listigkeit den fuchs die thiere schewen.
Opitz (1624) 52,
(später geändert:
man musz sich für dem fuchs und seiner arglist scheuen.
2, 237).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1070, Z. 68.
Zitationshilfe
„listigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/listigkeit>, abgerufen am 26.02.2020.

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