Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lobenswürdig, adj.

lobenswürdig, adj.
des lobens würdig (vergl. dazu lobwürdig): ist nicht derjenige ein lobenswürdiger mann, welcher bei seiner frau mit geballter faust die rechte der natur zu behaupten weis? Rabener werke 1, 201; hoffentlich aber werden es (meine lober) leute gewesen sein, die selbst lobenswürdig sind, dasz man sich also auf ihr lob etwas einbilden kann. Lessing 1, 224; jeder lobte dasjenige an ihnen, was er an sich lobenswürdiges zu finden glaubte. 254; in der that, sehr lobenswürdige anstalten die narren im respect .. zu halten. Schiller räub. 1, 1; sie sind allerdings lobenswürdig, indem sie auf die fähigkeiten der schülerinnen genau acht geben. Göthe 17, 61; jeder ist sehr wohl zufrieden, eine schöne lobenswürdige brillante rolle zu übernehmen. 19, 183; weidendes vieh gelingt ihm mitunter recht lobenswürdig (auf einem gemälde). 37, 347;
wer gegenwarts der frau die dienerinnen schilt,
der gebietrin hausrecht tastet er vermessen an:
denn ihr gebührt allein das lobenswürdige
zu rühmen, wie zu strafen was verwerflich ist.
4, 243 = 41, 190.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1083, Z. 17.

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Zitationshilfe
„lobenswürdig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lobensw%C3%BCrdig>.

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