Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

loblied, n.

loblied, n.
lied zum lobe eines:
hin ze gote mit mîner zungen
wirt in frônekôre ein lobeliet von dir gesungen.
Neidhart 101, 17;
mit ehren, wein, von dir bemeistert,
und deinem flüszgen feur begeistert,
stimm ich zum danke, wenn ich kann,
ein dir geheiligt loblied an.
Lessing 1, 50;
faulheit, itzo will ich dir
auch ein kleines loblied bringen.
51;
mit genitiven oder possessiven des subjects (mein loblied das loblied das ich singe, vgl. dazu lob 3, c sp. 1075):
ich lasz euch allen wein und liebe;
der greis nur soll mein loblied sein.
Gellert 1, 12;
mein loblied ehrt dich freilich nicht.
E. Hahn bei Bürger 91ᵃ;
aber auch mit solchen des objects (ein loblied gottes, auf gott): sie machen sich ihr loblied selber. Gellert 4, 15; er fängt die ewigen loblieder gottes und der tugend an. 203;
o so oft laszt unter euren chören
dieses fürsten loblied hören.
Hagedorn 3, 159;
kaum reicht ein langer sommertag,
ihr loblied zu vollbringen.
Bürger 16ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1089, Z. 19.

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Zitationshilfe
„loblied“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/loblied>.

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