Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lobrede, f.

lobrede, f.
rede zum lobe eines: lobrede panegyricum Stieler 1540; eine fabel ist ja keine lobrede. Gellert 3, 29; von meiner mehr als demosthenischen beredsamkeit kann meine satyrische lobrede auf den nix der nachwelt eine ewige probe geben. Lessing 1, 273; ich, sagt er, der ich in der beredsamkeit die Aspasia, und in der musik den Konnus zum lehrmeister habe, sollte nicht im stande sein, eine dergleichen lobrede zu halten? 6, 300; auch in nicht rhetorischer bedeutung, im sinne eines begeisterten oder längeren lobes: Juliane. du weiszt es, Lisette, was ich gesagt habe. Lisette. ja, das weisz ich; und es war wirklich weiter nichts, als eine unschuldige lobrede auf den Adrast, an der ich nur das auszusetzen hatte, dasz sie mamsell Henrietten eifersüchtig machen muszte. 1, 431; die lobrede, welche Agathon der monarchischen staatsverfassung hielt. Wieland 3, 43; ironisch: ich werde meine lobrede nicht auswarten. urtheilen sie von mir, wie es ihnen gefällt. Gellert 3, 303 (die lobrede auf mich, vgl. dazu unter loblied).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1090, Z. 20.

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Zitationshilfe
„lobrede“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lobrede>.

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