Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lodicht, lodig, adj.

lodicht, lodig, adj.
aus loden bestehend, auch umgelautet lödicht, lödig.
1)
zotten habend (s. loden 1): er (der hofhund) soll gleich als ein löwe anzusehen sein, eine lödichte, breite und starke brust haben. Colerus hausb. 350; wiewol auch etliche (windhunde) aus Norwegen und aus der insel Thule gebracht werden, die gar rauch und zimlich lödicht sind. 426;
doch geh nicht als ein lödig behr (zottelbär)
zurschnitten und zurlumpt daher.
B. Ringwald laut. warh. 93.
2)
aus loden gefertigt: lanetum ein lödicht tuͦch, de lana succida facta, von den schütteln und unreiner wolln gemacht. Alberus K 1ᵇ; auf den lagerstätten weiche kopfkissen und lodige decken von buntgefärbter wolle. Freytag ahnen 2, 7.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1119, Z. 57.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
linkseitig lumpenmann
Zitationshilfe
„lodicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lodicht>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)