Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lollhölzlein, n.

lollhölzlein, n.
name eines meszinstruments: es müssen die leyen so vom Euclide und der gründtlichen geometri unberichtet sein, viel instrument und schnüre und messens haben neben jhrem pfeffel und lölhölzel und was dergleichen alter instrument, meszstebe, und schnüre mehr sein. Mathesius Sar. 143ᵇ. der name des meszinstrumentes pfeffel, das dim. zu pfaffe, mahnt an die zeiten, wo die mesz- sowie die baukunst ausschlieszlich noch in den händen der geistlichen war; löllhölzlein, thorenhölzlein, aber mag eigentlich als spottname für ein sonderbar aussehendes oder auffällig zu handhabendes geräthe entstanden sein.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1145, Z. 7.

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Zitationshilfe
„lollhölzlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lollh%C3%B6lzlein>.

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