Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lollhafen, m.

lollhafen, m.
wärmtopf, niederl. lollepot foculus, olla vaporaria Kilian (vgl. das niederl. lollen unter löll a. e.): ein durchlöcherten fuszschämel, wie viel auf der kürsznerlaub zu Straszburg stehen, sambt dem lollhafen der darunder gehört. Garg. 157ᵃ; sie erschmacktens alles durch ein lollhafen der neun heut hat, das fewer im hindersten winkel. 228ᵃ; als spottname, wie Lollhart: uber derselbigen porten war mit altfränkischen buchstaben geschriben folgendes inhalts. hierein komm kein heuchler, windhalsz, und nollbruder,
kein bruder Rollus von Bruchfarzius,
kein lollhaf, weidsack, holbrot, teufelsfuter.
279ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1144, Z. 40.

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Zitationshilfe
„lollhafen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lollhafen>.

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