Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lorbaum, m.

lorbaum, m.
der baum laurus; ahd. lôrpaum, lôrboum Graff 3, 119; mhd. lôrboum: laurus lorbaum neben der noch fremderen form laurbaum Dief. 321ᵇ; laurus haiʒt ain lorpaum und hieʒ wol ain lobpaum nâch der latein, sam Isidorus spricht, wan laus ze latein haiʒt lop, dannen kümt laurus daʒ wort, wan die alten krœnten die streiter und die vechter dâ mit, die irn veinden angesigten. Megenberg 327, 7; nhd. nur noch vereinzelt vorkommend, weil durch lorbeerbaum (s. d.) verdrängt: gleich wie ein lorbaum .. grunet. Luther br. 2, 81; ich sahe einen gottloszen, der war grewlich, und hatt sich erausz gemacht wie ein grunender lorbaum. ps. 37, 35, in einer fassung von 1521, später in lorberbaum geändert (Bindseils bibel 3, 121);
grunest und bluͤest aller ding,
gleich wie ein lorbaum im fruͤling.
P. Melissus bei Opitz (1624) s. 164.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1145, Z. 55.

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Zitationshilfe
„lorbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lorbaum>.

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