Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lorbeerreis, n.

lorbeerreis, n.:
er (der menschenfreund) setzt das ganze jahr gewisse gelder aus;
für wen? friszt sie vielleicht der schmeichler und der schmaus?
erkauft er sich damit der dichter lorberreiser?
o nein! erröthet nur, er baut den wittwen häuser.
Gellert 2, 9;
wer (anders als poeten) macht aus schiffen schöne nymphen,
aus Daphnens haar ein lorbeerreis?
Hagedorn 2, 98;
und geschmückt mit lorbeerreisern,
festlich wallet schaar auf schaar
nach der götter heilgen häusern.
Schiller Kassandra;
von der wieg an, bis zu meinem grabe,
ist ein wohlersungnes lorberreis
meine ehr und meine ganze habe.
Bürger 69ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1880), Bd. VI (1885), Sp. 1150, Z. 1.

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Zitationshilfe
„lorbeerreis“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lorbeerreis>.

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