Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lostopf, m.

lostopf, m.
topf aus welchem das loos gezogen wird (vgl. los 4, sp. 1154): losztopf, urna, sitilla Steinbach 2, 823; den loostopf schütteln. Klinger 1, 59; jenes verbot ist nicht wie so manches andre verbot durch das ungefär aus einem loostopfe herausgezogen worden. Fichte appell. 7; wie in einen loostopf greifst du in die dunkle zukunft. Göthe 8, 256;
denn ach! die stunde kömmt, die ich so lange scheute,
die mir das alte weib in Borstel prophezeite,
als ich ein knabe war, und sie mit dürrer hand
den loosztopf schüttelte, griff, mein verhängnis fand.
Hagedorn 1, 63;
mit jugendlicher sehnsucht griff ich nie
begierig in den loostopf fremder welt,
für mein bedürfend unerfahren herz
zufällig einen gegenstand zu haschen.
Göthe 9, 180.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1199, Z. 16.

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Zitationshilfe
„lostopf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lostopf>.

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