Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

loszeichen, n.

loszeichen, n.
1)
zeichen durch das man ein künftiges geschick erfährt, vgl. los 2 und losen 1, b sp. 1187: loszzeichen oder warzeichen, so man ab vergangnen worten nimpt, zuͦ glück oder unglück, oder ab dem geschrei der vöglen, omen. Maaler 274ᵈ; gott behüt uns vor dem greüwlichen loszzeichen, avertite et detestamini quaeso hoc omen dii immortales. ebenda; so man, was künftig geschehen werde, durch loszzeichen erfahren und dessen eine andeutung begehret zu wegen zu bringen, daher nennet der poet Euripides einen solchen glücksfall oder loszzeichen des glücks tochter. anm. weiszh. lustg. 610.
2)
zeichen unter verbündeten, signal, vergl. los 11 sp. 1156: loszzeichen, warzeichen, tessera Maaler 274ᵈ; loszzeichen mit feuwer, significatio ignium Frischlin nomencl. 469;
bald der könig sah das fewr darvor
welches denn sein loszzeichen war.
H. Sachs 4, 2, 67ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1204, Z. 44.

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Zitationshilfe
„loszeichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/loszeichen>.

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