Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lotterbalg, m.

lotterbalg, m.
nichtsnutziges, lasterhaftes weibsbild; hier bezeichnung einer pfaffenköchin: die do gern wolten sich zuͦ gott keren, und ein sölchen lotterbalg hant an inen hangen. Keisersberg bilg. 192ᵇ; ist es nit ein grosze dorheit, dʒ du dîn bilgerfart underwegen lost und verzerst, do zuͦ alle din hab umb einer sölchen gaffelstirn willen, und ein wüsten loterbalg, die doch so bald din vergiszt, und glich eines andren mer acht nimpt weder din? 193ᵈ; du hast ouch din eigen fleisch, dʒ reizt und stupft dich zuͦ bösem, dʒ sint die lüsz, wilt du dich diser lüsz erweren durch ein lotterbalg, du wilt ein kellerin han, so uberkümpst du erst wentelen. 213ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1211, Z. 17.

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Zitationshilfe
„lotterbalg“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lotterbalg>.

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