Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lotterei, f.

lotterei, f.
wesen und art eines lotters, mhd. loterîe, lotterîe. Schm. 1, 1540 Fromm.; armut, lumperei: dasz mancher durch spielen um das seinige gekommen, an den bettelstab oder in lotterei gerathen. corpus constitut. Brandenb.-Culmb. 2, 1, 575; liederlichkeit, liederliches thun:
ir wisz stat als uff füllri
und tribend mengerlai lottri
mit brettspil und schachzabel.
teufels netz 4688;
er soll auch loser worte pflegen,
nach lotterei und schlechten weibern ringen.
Herder z. litt. 20, 245,
nach: er sol ouch bœser worte pflegen,
nâch loter und nâch huore vaste ringen.
Meister Stolle, minnes. 3, 5ᵃ Hagen;
im plur. liederliche dinge: narrenwerk und lottereien. Luther br. 5, 553. mit niederdeutscher lautstufe lodderei: ist das eine lodderei mit diesen thieren (den wagen ziehenden pferden). Hackländer hinter blauen brillen (1869) s. 14.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1212, Z. 76.

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linkseitig lumpenmann
Zitationshilfe
„lotterei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lotterei>.

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