Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lottern, verb.

lottern, verb.
1)
schlaff sein, schlaff herabhangen: vertreibt die lottrenden und hangenden brüst der weiber. Tabernaem. 740; die allerreichesten (Deutschen) ... kennet man an den kleidern, die nicht weit umher lottern, wie die Sarmaten und Parthen, sondern eng sind und jedes glied in seiner gestalt darbieten. abentheur von allerhand mineralien (1656) 924.
2)
schlendern, bummeln: lottern, umlottern umher schlendern. Schmid schwäb. wb. 360; er hatte kein geschäft, sondern lotterte in den wirthshäusern. Auerbach dorfgesch. 1, 398; wenn es (ein zum ersten male eingespanntes füllen) scharf anzieht .. so macht es den nebengaul nur irr, dasz er gar nichts mehr thut und nur so neben her lottert. 499.
3)
wie ein lotter verfahren: lodderen, lotteren, scurrari, risum salsum ab omnibus captare, nulla verecundiae habita ratione. Schottel 1358.
4)
lottern, im Nassauischen, rollen, eine last mittelst eines seiles (lotterseiles), das über eine rolle läuft, in die höhe ziehen. Kehrein 267.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1214, Z. 53.

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Zitationshilfe
„lottern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lottern>.

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