Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luchsauge, n.

luchsauge, n.
auge eines luchses und scharf wie das eines luchses: seine so wol verwahrte tochter, deren keuschheit von ihrer mutter mit luxaugen verwacht wurde. Simpl. 4, 125 Kurz; ein herr der seine reputation in und auszer haus will erhalten, musz luchsaugen haben. Lehmann 142; billig sollt ich mich vor ihren luchsaugen fürchten. Gleim bei Lessing 13, 104. in der form luchsenauge (vgl. oben unter luchs 1): mit luchsen augen anschauen, scharpfsichtigklich ansähen, lynceis oculis contemplari Maaler 274ᵈ;
wer jetzund genaw suchen wil
und luchsen augen het,
der sech der warheit auch nit vil,
darumb es ubel stet.
meisterl. fol. 23 no. 219.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1223, Z. 41.

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Zitationshilfe
„luchsauge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luchsauge>.

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