Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luchsstein, m.

luchsstein, m.
ein belemnit von meistens gelber farbe, innen oft hohl, von dem man glaubte dasz er aus dem harn des luchses entstehe: ligurius haiʒet luhsstain. Megenberg 450, 34; der luhsstain tropfet von des luhss wammen, sam Plinius spricht, und die tropfen werdent so hert, daʒ ain stain dar auʒ wirt. 451, 4; benennen mag es (das steinchen) ein andrer: ich halte es für ein krötensteinchen. es kann aber auch ein luchssteinchen sein: denn hohl ist es. Lessing 10, 103. andererseits wird luchsstein, lyncurus, auf einen edelstein, am wahrscheinlichsten den hyazinth, bezogen. Nemnich 3, 480; in der form luchsenstein: es gibt auch sonst in Teutschland, an vielen orten, wie auch in Böhmen, allerhand edle und gute steinbrüch von achaten, jaspis, granaten, auch sonst an flüssen und andern orten, adlerstein, blutstein, luchsenstein, und dergleichen. Hohberg 1, 75ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1224, Z. 33.

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Zitationshilfe
„luchsstein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luchsstein>.

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