Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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ludeln, verb.

ludeln, verb.,
ein tonwort verschiedener bedeutung.
1)
saugen, lullen wie säuglinge. Schm. 1, 1445 Fromm.: wie er (der kleine) mit den lippen wetzte, ludelte und sich zuweilen lächelnd schüttelte. A. Silberstein, didaskalia vom 21. dec. 1872.
2)
eine melodie leiern, dudeln:
es ludeln und dudeln die schleifenden pfeifen.
Clajus bei Schottel 910;
östreichisch ludeln jodeln. Schm. a. a. o.; obersteirisch ludlazn, pfeifen, einen jodler blasen. Rosegger 200: s is n völli in d füasz gfohrn, wia da stoansteirische obn ludlazt. 67.
3)
auch weinerliche töne ausstoszen; greinen, leiern: die kinder ludeln dazu (zu einer rührenden strophe), die alten weinen. Arnim schaub. 1, 34.
4)
ludeln, lulu machen, in Kärnthen harnen. Lexer 181.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1231, Z. 2.

ludeln, verb.

ludeln, verb.
zotteln (vgl. das masc. ludel); bei den kanonieren laufpulver auf die zündpfanne streuen, hier namentlich im compositum einludeln (theil 3, 229): säcke, .. mit zündpulver gefüllet, auf den batterien die canonen einzuludeln. Eggers kriegslex. 2, 86. s. auch das zweite ludern.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1231, Z. 16.

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Zitationshilfe
„ludeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ludeln>, abgerufen am 27.01.2022.

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