Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luderei, f.

luderei, f.
1)
nach luder 6 gebildet, aber nicht ohne berührung mit lotterei sp. 1212: scurrilitas buberey i. luderey (im dialekt der untern Mosel boberij i. loderij) Dief. 522ᵃ; wer ... lieber gilwerk, spilwerk, zipfelwerk und luͦderige nachgat, denne das er sich mit eren und mit sime antwerk oder sinre arbeit begange. d. städtechr. 9, 1029, 34; zum ersten, wollen wir die bösen übung der brüderschaften ansehen. unter welchen ist eine, das man ein fressen und saufen anricht, lest eine mesz oder etliche halten, darnach ist der ganze tag und nacht, und andere tage dazu, dem teufel zu eigen gegeben .. solche wütende weise hat der böse geist eingetragen, und leszt es eine brüderschaft heiszen, so es mehr ein luderey ist, und ganz ein heidnisch, ja ein sewisch wesen. Luther 1, 207ᵇ;
und tuond ir uppig leben triben
mit spil, luodri und mit wiben.
teufels netz 4691.
2)
nach luder 9, in Sachsen und Düringen mit jemandem luderei treiben, spott, narrenspossen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1234, Z. 33.

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Zitationshilfe
„luderei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luderei>, abgerufen am 27.01.2022.

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