Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luftbild, n.

luftbild, n.
gebilde in der luft:
ach, schönes luftbild! schmucker Ariel,
hör insgeheim!
Shakesp. sturm 1, 3;
aus luft oder in der luft erzeugtes, daher nicht bestand habendes, zerflieszendes, eiteles bild (vgl. luft 7 und luftgemälde): characterlose können sich mit den wörtern schicksal, zufall trösten .. der mann von kraft und character .. verstattet keinem luftbilde .. gewalt über sich. Klinger 12, 195; nebulisten, weil sie der wolken nicht entbehren können, um ihren luftbildern einen würdigen boden zu verschaffen. Göthe 38, 130; damit er nicht in den fall gerathe, mit selbstgeschaffnen luftbildern zu fechten. 44, 244; ich habe dir dies luftbild .. vor die augen geführt. Freytag soll u. haben 2, 179;
so nährt die fantasie den süszen liebesbrand:
und wenn dann auch, so bald ihr zauberband
von seiner stirne fällt, das holde luftbild wieder
in nichts zerflieszt ...
Wieland 21, 190;
bild in der luft oder wie aus luft, von den erzeugnissen eines malers: die rolle mit den kupfern .. die er mir von ihnen brachte .. wollten sie ihrer gehorsamen dienerin spotten, als sie ihr diese elfenhaften luftbilder, diese seltsamen feen und geistergestalten aus der werkstatt meines freundes Füeszli zusendeten? Göthe 38, 71.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1248, Z. 20.

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Zitationshilfe
„luftbild“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luftbild>, abgerufen am 26.01.2022.

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