Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luftgebilde, n.

luftgebilde, n.
gebilde aus luft, wie luftbild sp. 1248: diese luftgebilde (die märchen) über einem wunderlichen boden schwankend hatten sich zur zeit der Sassaniden ins unendliche vermehrt. Göthe 6, 37; es ist aber eine epoche in der nichts haftet, alles zu luftgebilden wird, die doch verhängnisvoll und misgestaltet, an frühere phantasien angeknüpft, wiederkehren werden. Humboldt briefe an Varnhagen 186; fahr hin und zerfliesze denn, du schönes luftgebilde! G. Keller leute von Seldwyla 1, 53;
gleich den unsterblichen vor müh und gram geborgen,
bringt ihm jedweder neue morgen
ein neues luftgebild von glück und liebe mit.
Gotter 3, 408.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1252, Z. 68.

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Zitationshilfe
„luftgebilde“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luftgebilde>, abgerufen am 27.01.2022.

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