Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luftraum, m.

luftraum, m.
1)
raum im allgemeinen, mit beziehung darauf, dasz ihn die luft erfüllt: sie begab sich sonder gewöhnliche furcht einer weibsperson mitten in den luftraum, wo der widersacher spitzen (degenspitzen) einander begegneten. polit. stockf. 287.
2)
der weite raum der luft über unsern häupten: ich betrachtete (im luftschiffe) etliche augenblicke den luftraum und die dünste, die aus den thälern und flüssen empor stiegen. Wieland 30, 86; hoch im finstern luftraume schwebt im weiten mantel, der sich um und über sie wolkenartig faltet, eine schlanke gestalt. Göthe 39, 204;
im einsamen luftraum
hängt nur der adler und knüpft an das gewölke die welt.
Schiller spaziergang v. 181.
3)
luftraum, bei der artillerie, was spielraum, der unterschied zwischen der mündung eines stücks und dem gröszten zirkel einer kugel, die daraus geschossen wird. Jacobsson 4, 216ᵃ. 6, 484ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1260, Z. 25.

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Zitationshilfe
„luftraum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luftraum>, abgerufen am 27.01.2022.

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