Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luftschiff, n.

luftschiff, n.
schiff zum durchsegeln der luft. das 18. jh. hat sich auch vor erfindung der Montgolfièren mit herstellung eines solchen beschäftigt:
luftschiff, eine zwar in der theorie ganz richtige, in der ausübung aber unmögliche maschine, worauf man vermittelst gewisser daran bevestigter groszer und luftleerer kugeln, in der freien und obern luft von einem ort zum andern fahren kann.
Jacobsson 2 (1782), 645ᵇ;
der mechanicus, der die berühmten luftschiffe bauen konnte, ist in das reich der todten abgesegelt.
D. Stoppe Parnass (1735) 514;
man lasse auf ihre (der verschwender) unkosten luftschiffe bauen, und den erfolg auf ein gerathewohl ankommen.
Mylius bei Lessing 4, 458;
auf denn (sagt ein teufel zum andern), besteige den bock, du verhungerter! viel zu kraftlos
sind, zu durchfliegen den weg, die schrumpfigen häute der flügel.
armer, du wiegst ja so leicht, wie die qualmige blase des luftschifs!
Voss 2, 266 (v. 1780);
nach der Montgolfierschen erfindung:
am schlusse seines gedichtes ruft er die herren Charles und Robert auf, zu eilen, um das grosze werk zu vollenden, und ihr luftschiff mit rudern und segeln auszurüsten.
Wieland 30, 34;
das schicksal des ungeheuern Lyoner luftschiffes, welches die herren Montgolfier, Pilatre de Rozier und einige andere im triumf nach Paris führen sollte.
98.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1261, Z. 61.

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Zitationshilfe
„luftschiff“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luftschiff>, abgerufen am 23.01.2022.

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