Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luftstreich, m.

luftstreich, m.
streich der in die luft geht, nur ein fechterkunststück ist, oder niemand verwundet. in eigentlicher und bildlicher anwendung: luftstreiche thun, andabatarum more pugnare Frisch 1, 627ᵇ; so seind sie doch in den kürisz, Ephesi. 6. anthon, das eitel vergebner luftstreich auf sie geschehen ist. S. Frank sprichw. 2, 151ᵇ; er habe .. wider den X. Y. Z. einige luftstreiche gethan. Liscov 123; ich verspreche mir also im namen meines klienten, dasz, der gegentheiligen luftstreiche ungeachtet, die vorliegende sache ... nach beschaffenheit der klage und des beweises abgeurtheilt werde. Wieland 20, 168; in der hitze des streits hob und schwenkte mein opponent seine peitsche. es war nur ein luftstreich. Thümmel 5, 157; die ausfälle gegen die feinde der offenbarung, die öfters luftstreiche sind. Göthe 33, 80; luftstreich für grundlose prahlerei: dasz mancher einen haufen grosze luftstreiche von sich selbst macht. Simpl. 1 (1713) s. 4.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1263, Z. 65.

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Zitationshilfe
„luftstreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luftstreich>, abgerufen am 27.01.2022.

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