Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lullenpfeife, f.

lullenpfeife, f.
ein musikinstrument: (sie tanzten) nach den lustigen schalmeien, seifelen, pfeifenbeukelen, hend und maul, lullenpfeifen, schwegeln, maultrummen, schnurren, säutröglein, ruspfeifen, und anderm kunstreichen sackpfeifengeschlecht. Garg. 82ᵇ; der name, hier nur in hochdeutscher form, ist niederländisch: lulpijpe, lullepijpe i. ruischpijpe, tibia utricularis Kilian (zu dem unter löll sp. 1144 aufgeführten niederl. lollen, lullen gehörig, vgl. auch oben lullen 2), und Fischart selbst braucht an einem davon gebildeten verbum die nl. form: wigete sich selber ... monochordisend und instrumentisend, und quenkelingend mit den fingern, und baritonirend, lullepipend und grubenklimmend mit dem hindern. Garg. 112ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1288, Z. 47.

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Zitationshilfe
„lullenpfeife“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lullenpfeife>, abgerufen am 28.01.2022.

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