Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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lummer, adj.

lummer, adj.
locker, schlaff, weitverbreitete nebenform zu lumm sp. 1289: am Rhein, Main, Taunus lummer und lummerig, locker, nicht fest, schlaff, besonders von fleischigen theilen, in der Wetterau lommer Kehrein 267; bair. lummer, lummerig, besonders von fleischigen theilen, gegensatz von fest, derb Schm. 1, 1473 Fromm.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1291, Z. 69.

lummern, verb.

lummern, verb.
schlaff sein, welk sein, schlottern. Schm. 1, 1473 Fromm.: sinnauwasser mit leininen tüchern über die hangenden und lumerenden brüst gelegt. Tabernaemont. 311; auf empfindungen und geist übertragen: sant Martin auch da er starb, liesz er seinen geist nit lumren, sunder hielt in unüberwunden. Keisersberg irrig schaf H 3ᵇ; da lummert ihm das herz im leibe. welzabend B 1ᵃ. düringisch und osterländisch heiszt lummern nach etwas genäschig begehren, nebenform zu lämmern, vgl. unter lampen sp. 89; niederdeutsch lummern wie lungern, sich ohne arbeit herumtreiben, müszig gehen, faulenzen Schambach 127ᵇ. s. auch verlummern.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1292, Z. 1.

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Zitationshilfe
„lummern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lummern>, abgerufen am 28.01.2022.

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