Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lumpenhund, m.

lumpenhund, m.
armseliger hund; vgl. lumpenhündlein; derbe bezeichnung und schimpfwort eines nichtswerten, schmutzig geizigen oder verächtlich sich führenden menschen: lumpenhund, homo pannosus, abjectus Stieler 867; wann heutiges tages ein lumpenhund ist, der weder zu sieden oder zu braten taug, den macht man zu einem schulmeister. Schuppius 82; lieber ehrlich gestorben, als wie ein lumpenhund gelebt. Chr. Weise erzn. 89 Braune; euch zu zeigen, dasz ich kein lumpenhund bin. Felsenb. 1, 47; so reden lumpenhunde. irrgarten 591; du lumpenhund hast mich betrogen wie ein schelm. Jucundiss. 119; ich glaube, du spielst den freigeist? ein ehrlicher mann möchte einen ekel davor bekommen, wenn er sieht, dasz es ein jeder lumpenhund sein will. Lessing 1, 398; lumpenhunde die reiter! Göthe 8, 8; welche alle, dir ins ohr gesagt, gegen die alten braven gesellen, wahre lumpenhunde sind. Niebuhr leben 2, 63;
kennst du sie denn, du lumpenhund?
Göthe 2, 274;
jeder solcher lumpenhunde
wird vom zweiten abgethan.
4, 350;
einmal ein lumpenhund, er bleibts in ewigkeit.
7, 42;
ihr mann, der lumpenhund, macht ihr das leben schwer.
75;
so treffe dich, du lumpenhund,
des frommen stabes meisterstreich!
41, 40.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1297, Z. 15.

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Zitationshilfe
„lumpenhund“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lumpenhund>, abgerufen am 28.01.2022.

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