Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lumpenwäscher, m.

lumpenwäscher, m.
verächtlicher wäscher, schwätzer: darumb las die lumpenwesscher faren, die viel davon können reden, das doch nichts ist denn lauter schaum und unnütz geschwetz. Luther 2, 324ᵃ; das künnen jene lumpenwesscher nicht leren noch zeigen. 6, 37ᵇ; das heiszet nu die liebe recht gepreiset, und gewaltiglich davon gepredigt, nicht wie die unnützen lumpenwesscher, die papisten, die da viel von werken geifern, und feindlich schreien. 56ᵃ; damit ist nu das maul gestopft den lumpenwesschern und etlichen lesterzungen, die da geifern wider uns. 197ᵇ; lumpenwescher. Garg. 197ᵇ (s. die stelle unter lumpenstecher); wie wol etwan besser wenig und yferige (pfarrer), dann vil lumpenwasscher, die von gott und synem wort wenig erfarung haben. Capito in Wackernagels leseb. 3, 1, 306.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1299, Z. 71.

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lumpenleute lügengeist
Zitationshilfe
„lumpenwäscher“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lumpenw%C3%A4scher>, abgerufen am 16.10.2021.

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