Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lurke, f.

lurke, f.
nachwein, tresterwein: die lurke macht man also: wenn der wein aus den weintrauben gepresst ist, so geust man fein klar und rein frisch wasser auf die ausgepreszte trauben und hulsen, und presset sie noch einmal, was alsdann davon lauft, das heist man die lurke. Coler. hausb. 81. in Leipzig hat man lurke, lorke auf schlecht gebrauten kaffe bezogen, vgl. unter kaffepansch theil 5, 23. das wort geht auf lat. lora, umgedeutscht lur, lauer (sp. 303) zurück; die bildung hat aber wol schwerlich mit mhd. lurc lahm, link (vgl. nachher lurken) irgendwelchen zusammenhang.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1313, Z. 54.

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Zitationshilfe
„lurke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lurke>, abgerufen am 23.10.2021.

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