Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

lustsam, adj.

lustsam, adj.
lust gewährend, anmutig, mhd. als lustsam und lussam verbreitet genug, später nur noch selten: (er antwortete) daʒ hüpsche der gestalt ain lustsam guͦt wer, aber doch unwirig, blöd und hinfallend. N. v. Wyle translat. 36, 13 Keller; liebe ist nützit anders dann etlich grosze craft und macht innwendiger sinnen und senfte lustsami hitz des gemütes. 96, 28;
wann unter allen früchten der da sein
nicht lustsamers ist, noch nie wart,
wan der edl veiol zart.
fastn. sp. 413, 27;
bei Uhland alterthümelnd:
ist deine mutter so edle dam,
wie du berühmst, mein kind,
so hat sie wohl ein schlosz lustsam
und stattlich hofgesind.
ged. 336.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1350, Z. 8.

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lumpenleute lügengeist
Zitationshilfe
„lustsam“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lustsam>, abgerufen am 16.10.2021.

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