Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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lutsche, f.

lutsche, f.
träge person; bair. lutsch und lutschen (auch hure). Schm. 1, 1543 Fromm. in Schlesien ist lûtsche die hündin, vgl. unter lusche 2, sp. 1314; in Obersachsen lûtsche schlechter kaffee, vgl. theil 5, 23 unter kaffeepansch; in Leipzig aber eine lutsche, wer gern behaglich nippt, trinkt, besonders kaffelutsche Albrecht 164ᵇ; ebenso wetterauisch lutsch Kehrein 268.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1353, Z. 74.

lutschen, verb.

lutschen, verb.
saugen, wie kinder; ein landschaftlich verbreitetes tonwort, durch das östliche Mitteldeutschland, Posen, Schlesien, Obersachsen, Düringen gehend und mit nutschen (s. d.) wechselnd; ferner am Mittelrhein, lutschen, saugen, besonders von kindern gesagt, die an der mutterbrust oder am lutscher (sauglappen) saugen; auch vom kaffeetrinken gebraucht. Kehrein 268; auch in Waldeck wird das wort gebräuchlich sein, da Curtze 483ᵇ lutscher sauglappen anführt; im fürstenthum Lippe heiszt es luxen, in lauten zügen saugen, vorzüglich von kälbern und lämmern gebraucht, doch auch von kindern. Fromm. 6, 355; bair. luzeln, saugen, schlürfen, auch verächtlich für trinken. Schm. 1, 1550 Fromm.; am nächsten steht ludeln sp. 1230 und lullen sp. 1287.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1353, Z. 80.

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Zitationshilfe
„lutsche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/lutsche>, abgerufen am 25.10.2021.

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