Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

luxbruder, m.

luxbruder, m.
genosse einer fechterbruderschaft, die den heil. Lucas als patron verehrte, unterschieden von den Marxbrüdern mit Marcus als patron, und den federfechtern mit dem heil. Veit als solchen (über den namen der letzteren, als aus Viter- oder Veiterfechter entstellt, vgl. Wassmannsdorff sechs fechtschulen der Marxbrüder und federfechter, Heidelb. 1870 s. 8): klopffechter .. werden in federfechter und Marxbrüder, oder meister des langen schwerdtes von st. Marco und der Löwenburg abgetheilet, und wenn einer unter ihnen wider beide partheien zu fechten eine schule aufschläget, so wird er ein Luxbruder geheiszen. Hübners handlungslex. (1722) 992; sie begegnen vor dem 17. jahrh. nicht: ich bin ein examinirter approbirter fechtmeister, der das lob hat, dasz er sich für einen federfechter, Marxbruder und Luxbruder, je nach dem die gegenparthei sinnes ist, ritterlichen als bintzel, gebrauchen lasse. Philander 1 (1642) 245; in der volleren form Lucasbruder: wenn die Lucas- und Marcusbrüder mit ihrer federfechterei sich die köpfe ein wenig blutig schlagen und darbei den zuschauern die beutel leeren, so gut sie können. Pasquini staatsphantasien 1697 s. 323.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1357, Z. 22.

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Zitationshilfe
„luxbruder“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/luxbruder>, abgerufen am 08.12.2021.

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